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Fitness Q&A – mein Training, Crossfit und co.

18. Januar 2018
Crossfit

Vor einiger Zeit habe ich euch gebeten, mir einige Fragen vor ein Q&A zu schicken. Da sehr viele Fragen zum Thema Fitness, Crossfit, Motivation, Sportroutine, Abnehmen und co. gekommen sind, habe ich beschlossen, diese Antworten in einen eigenen Beitrag zu packen, um besonders detailliert darauf eingehen zu können.

Wo trainierst du? Und wie oft?

Ich trainiere seit mittlerweile fast 2 Monaten im Crossfit Viertel Zwei, einem neuen Studio in der Nähe der Krieau, im 2. Bezirk in Wien. Mein Freund Christian ist dort Trainer, deshalb war es naheliegend, mich anzumelden. Pro Woche gehe ich 4 Mal zum Crossfit, meistens in die Gruppenstunden, hin und wieder trainiere ich aber auch frei und arbeite dann an Dingen, bei denen ich mich verbessern will (Double Unders, Pull-ups, Toes-to-bar, Handstand, allgemeine Kraft, Snatches, Front Squats,…) Zusätzlich zum Training im Crossfit Studio laufe ich bis zu zwei Mal pro Woche.

Wie teuer ist Crossfit?

Der Preis, den ihr pro Woche bezahlt, ist davon abhängig, wie lange ihr euch bindet. An sich muss ich sagen, dass der Preis, verglichen mit anderen Fitnessstudios, erst mal hoch klingt, ihr aber sehr viel geboten bekommt. Schließlich habt ihr die Möglichkeit, unlimitiert oft Stunden zu besuchen, die von einem ausgebildeten Trainer geleitet werden und könnt zusätzlich noch ohne Gruppe das Gym nutzen. Mehr zu den Preisen und der Mitgliedschaft findet ihr HIER.

Für mich ist die Mitgliedschaft eine Ausgabe, die ich gerne tätige, weil ich weiß, dass ich den Sport für mich mache und mir selbst etwas Gutes tue.

Wie schaffst du es, Sport in deinen Alltag zu integrieren und so früh aufzustehen?

Gerade im Dezember bin ich meistens in die Frühstunden um 6:30 oder 7:00 gegangen und muss sagen, dass ich mich wahnsinnig schnell dran gewöhnt hatte. Mir macht Crossfit so viel Spaß wie wahrscheinlich noch nie eine Sportart zuvor und es kostet mir relativ wenig Überwindung, dafür aufzustehen. Genau das ist auch meine Devise: Findet einen Sport, der euch Spaß macht, der euch begeistert und für den ihr gerne in der Dunkelheit das Haus verlasst. Nicht jeder muss Crossfit machen, Laufen, ins Fitness Studio gehen – es gibt unendlich viele Sportarten!

Dazu kommt auch noch, dass ich es wahnsinnig cool finde, im Fitnessstudio zu stehen, wenn es noch dunkel ist und während dem Workout langsam die Sonne aufgehen zu sehen.

Wie ich es schaffe, Crossfit in meinen Alltag zu integrieren? Ich nehme mir meistens am Anfang jeder Woche meinen Terminkalender zur Hand und schaue mir an, wann ich in die Uni muss, Events habe und wann andere Dinge anstehen. Angepasst an mein Leben plane ich dann meine Sporteinheiten. Glücklicherweise bietet mein Studio Früh-, Mittags- und Abendstunden an, auch am Wochenende – so ist es gar kein Problem, Zeit für Sport zu finden. Schließlich ist es doch so, dass wir alle wenig Zeit haben oder? Das Geheimnis ist, zu planen, zu organisieren, Motivation, Disziplin und Willen an den Tag zu legen und sich Zeit zu nehmen.

Plan your workouts around life, not your life around workouts.

Wie motivierst du dich zum Sport?

Wie schon oben beschrieben, versuche ich seit geraumer Zeit nur mehr Sport zu machen, der mir Spaß macht. Klar, man hat mal Tage, an denen man müde und unmotiviert ist, aber im Großen und Ganzen kann ich von mir behaupten, dass ich es liebe zum Sport zu gehen.

Dazu kommt noch das Gefühl, das mir Sport gibt: ich fühle mich stark, wach, merke, wie ich fitter werde und starte um ein Vielfaches ausgeglichener in den Tag, wenn ich morgens Sport mache. Wenn ich nach einem langen Tag trainiere, dann kann ich meine schlechte Laune und meinen Stress rauslassen und habe den perfekten Ausgleich. Über die Wochen und Monate merke ich, dass ich Dinge schaffe, die ich vor einiger Zeit noch nicht konnte und wie sehr ich mich verbessert habe. All diese Punkte motivieren mich wahnsinnig und geben mir ein gutes Gefühl.

Eine Sache, die ich zugeben muss, ist, dass es auch für mich nicht immer so leicht war. Im erstem Jahr, sprich mit 16, als ich begonnen habe, 4-5 Mal pro Woche Sport zu machen, musste ich mir sehr oft selber in den Popo treten und mich aufraffen. Was mir geholfen hat, dranzubleiben, war der Gedanke, dass es eine Zeit dauert, eine Routine zu schaffen und es leichter werden wird, sobald Sport ein fester Bestandteil meines Alltags ist. Tja, genauso wars’ dann auch.

Wie machst du das mit dem Sport und dem Haare Wäschen mit Roggenmehl?

Ich wasche meine Haare trotz dem vielen Sport nur 2 Mal pro Woche, weil ich das Glück habe, dass meine Haare durch das Roggenmehl nicht mehr schnell nachfetten. Außerdem schwitze ich zwar beim Crossfit wie aus Eimern, aber glücklicherweise nicht an der Kopfhaut. Sollte es mal ganz schlimm sein, spüle ich sie mit Wasser aus oder verwende Lush Trockenshampoo. Zwei Mal pro Woche nehme ich meine Wasser-Roggenmehl Mischung, die ich kurz vor dem Workout angemischt habt, in einem Tupper mit zum Crossfit und wasche mir dann danach die Haare.

Folgst du einem Trainingsplan? Was ist deine Trainingsroutine?

Ich folge keinem Plan und keiner festen Routine, da das auch mit Crossfit schwer möglich ist. Am Ende jeder Woche werden die Workouts der kommenden Woche online veröffentlicht und jeden Tag gibt es ein „Workout of the Day“. Grundsätzlich achtet das Studio natürlich darauf, die Workouts ausbalanciert zu halten, sodass man theoretisch auch 7 Mal pro Woche gehen könnte.

Bei jedem Crossfit Workout in meinem Studio (und in vielen anderen) gibt es zuerst einen Strength Part oder einen Skillwork Part. Das bedeutet, man macht entweder einige Sätze einer bestimmten Übung (Power Cleans, Back Squats, Deadlifts,…) oder arbeitet an der Technik einer komplexen Übung (z.B. Kipping, Toest-to-bar, Double Unders). Danach folgt das Metcon (metabolic conditioning), quasi der Hauptteil des Trainings, der ungefähr 15-30 Minuten dauert. Mit Warm-Up und FInisher kommt man somit auf eine Stunde Training, bei der jedes Mal ein anderer Fokus gesetzt wird: Kraft, Mobility, Movement Quality, Technik,…

Meine einzige Routine, an die ich mich in etwa halte, ist, dass ich 4 Mal pro Woche zum Crossfit gehe und 2 Mal laufe – mal 30, mal 60 Minuten, mal schnell, mal langsam. Ich versuche, wie erwähnt, meine Woche am Sonntag oder Montag durchzuplanen und mir Zeit für den Sport einzutragen. Außerdem gehe ich immer die Workouts auf der Website durch und überlege mir, welche ich unbedingt mitmachen möchte.

Möchtest du Abnehmen? Oder warum machst du so viel Sport?

Abnehmen ist absolut NICHT mein Ziel, weil ich auch der Meinung bin, dass das Gewicht nichts aussagt. Ich wiege mich seit einem Jahr nicht und bin glücklicher denn je. Zwar achte ich auf mein Spiegelbild und beobachte so Veränderungen, bin aber auch zufrieden, wenn ich mal eine Zeit lang nicht die Form meines Lebens habe.

Vor allem seit ich Crossfit mache, ist mein Erscheinungsbild sehr zweitrangig geworden. Natürlich ist es ganz nett, wenn man neue Muskeln entdeckt, die vor einem Monat nicht „da waren“ und merkt, wie der Sport die Körperform verändert, aber im Großen und Ganzen habe ich neue Prioritäten gesetzt. Ich möchte mich fitter fühlen, als je zuvor, möchte neue, coole Dinge mit meinem Körper anstellen können und möchte mich „badass“ fühlen. Damals, vor 3 Jahren, als ich immer weniger wiegen wollte, wurde ich nicht glücklicher, als ich mein „Zielgewicht“ erreicht hatte. Wenn ich jetzt sage, dass ich gerne Pull-ups oder Double Unders können möchte und das dann tatsächlich schaffe, dann ist das ein echt erfüllendes Gefühl und macht mich glücklich. Außerdem glaube ich, dass der Sport und das damit verbundene Glücksgefühl mich ohnehin schöner und strahlender machen, als ein bestimmtes Körperbild es jemals könnte.

Ich hoffe, ich konnte eure Fragen ein bisschen ausführlicher beantworten. Sollte noch etwas offengeblieben sein, lasst mir gerne ein Kommentar da und ich werde versuchen, darauf einzugehen.

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4 Comments

  • Reply Luisa 19. Januar 2018 at 0:40

    Sehr interessanter und schön zu lebender Beitrag! Ich mag deinen Schreibstil sehr 🙂
    Finde es übrigens sehr beeindruckend, dass du das mit dem Roggenmehl so durchziehst, glaube den meisten wäre das zu umständlich, das zum Sport mitzunehmen etc. Macht dich irgendwie noch authentischer, dass du das so durchziehst

    • Reply Luisa 19. Januar 2018 at 0:41

      Zu lesender *

  • Reply Anne, 27 19. Januar 2018 at 18:01

    Schöner Blog 🙂 LG Anne

  • Reply Sandra Slusna 19. Januar 2018 at 20:52

    Soooooo ein toller Beitrag Liebes!!! <3

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