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15 Monate Roggenmehl Haarwäsche

28. Januar 2018
Roggenmehl Haarwäsche

Jede Woche bekomme ich etliche Fragen zu einem bestimmten Thema: der Roggenmehl Haarwäsche. Seit mittlerweile über 15 Monaten wasche ich meine Haare nur mehr mit Roggenmehl, statt mit konventionellem Shampoo und möchte euch heute gerne eine Art Langzeiterfahrungsbericht geben.

In meinem ursprünglichen Bericht über Nopoo habe ich euch erzählt, wie das mit der Roggenmehlhaarwäsche überhaupt funktioniert, was die Idee dahinter ist, wie die Umgewöhnungsphase für mich verlaufen ist, welche Produkte ich empfehle und wie sich die Roggenmehlhaarwäsche in den ersten Wochen auf meine Haare ausgewirkt hat. Den Beitrag findet ihr HIER.

Nach über 15 Monaten habe ich natürlich nochmals neue Erkenntnisse dazu gewonnen, habe meine Haarwasch-Taktik perfektioniert, Travel-Hacks gefunden und auch jede Jahreszeit „durchlebt“. Es gab Phasen, in denen ich sehr unschlüssig war, ob ich die Roggenmehl Haarwäsche weiterführen soll, bin aber glücklicherweise dran geblieben und habe mich von dem leicht erhöhten Aufwand und der Umständlichkeit beim Reisen oder Duschen im Fitnessstudio nicht abschrecken lassen.

Positive Effekte

Haarwachstum und Haardichte

Gerade in letzter Zeit habe ich wieder gemerkt, wie viel voller und gesünder meine Haare aussehen. Ich bin zufällig auf Fotos von vor anderthalb Jahren gestoßen und war schockiert darüber, wie dünn und traurig mein Pferdeschwanz aussah. Meine Haare wachsen nun, nach über einem Jahr mit der Roggenmehl Haarwäsche, auch wesentlich schneller und fallen auch ohne viel Kämmen, Föhnen und Glätten schön.

Haarstruktur

Einer der Gründe, aus denen ich direkt von Anfang an überzeugt von der Roggenmehl Haarwäsche war, war die Veränderung meiner Haarstruktur. Früher waren meine Haare durch Shampoos immer viel zu fein und weich und es gab kaum Haargummis, die meine Babyhaare in Zaum halten konnten. Ein Pferdeschwanz beim Sport bleib ungefähr für fünf Sekunden dort, wo er sein sollte – dann hatte ich auch schon wieder Haare im Gesicht. Durch die Roggenmehl Haarwäsche wurden meine Haare griffiger und fester und ich habe wesentlich weniger Babyhaare am Haaransatz.

Kosten

Mit einer Packung Roggenmehl, die etwa 90 Cent kostet, komme ich monatelang aus. Auch mein Kokosöl-Glas steht schon seit einem Jahr in meinem Regal und ist nicht mal halb leer. Verglichen mit teuren Haarpflegeprodukten, Masken und co. ist das wahnsinnig gut und steht schon für sich.

Seltener Haare waschen

Früher musste ich mindestens jeden zweiten Tag Haare waschen, heute reichen zwei Mal pro Woche locker aus. Meine Haare fetten sehr langsam nach und sind auch am 3. und 4. Tag noch schön und voluminös. Früher hatte ich nach einem Tag das Gefühl, dass meine Haare ohne jegliches Volumen auf meinem Kopf liegen und die Spitzen trocken und „aufgebauscht“ sind.

Negative Erfahrungen

Da ich noch immer bei der Roggenmehl Haarwäsche geblieben bin, könnt ihr euch bestimmt denken, dass die positiven Effekte für mich überwiegen. Trotzdem gab es im vergangenen Jahr natürlich Momente, in denen ich gezweifelt habe und kurz davor war, wieder auf Naturkosmetik Shampoo umzusteigen. Während der Surfwoche in Portugal hatte ich beispielsweise ständig das Gefühl durch das Wachs am Board, Sonnencreme und Salzwasser „schmierige“ Haare zu haben und musste mit sehr viel Kokosöl gegen den Effekt der Sonne ankämpfen. Hier hätte ich mir teilweise gewünscht, meine Haare mit Shampoo und Spülung zu pflegen, bin aber schlussendlich auch so über die Runden gekommen.
Zwischenzeitlich war ich auch ein wenig genervt von dem zusätzlichen Aufwand, den Haarewaschen auf Reisen oder im Fitnessstudio mit sich bringt. Ich handhabe es meistens so, dass ich Roggenmehl in ein hohes Tuppergeschirr fülle und kurz vor dem Waschen mit Wasser abmische. Das funktioniert ziemlich gut, ist aber natürlich trotzdem aufwendiger als das Rausdrücken von Shampoo aus einer Tube.

Veränderung

Mit der Zeit habe ich meine Taktik natürlich auch ein bisschen verändert, habe das perfekte Mehl gefunden und den Prozess optimiert.
Mittlerweile verwende ich zum Beispiel kein Vollkornmehl mehr, das ich sieben muss, sondern kaufe stinknormales Roggenmehl von Spar, das, wie oben erwähnt, 90 Cent kostet und sehr fein und angenehm ist.
Die Apfelessig Rinse habe ich aus Bequemlichkeit komplett aufgegeben und auch Lavaerde verwende ich, anders als zu Beginn, gar nicht mehr. Ich habe festgestellt, das Roggenmehl für mich am besten funktioniert und noch dazu 10 mal günstiger ist als Lavaerde.
Zusätzlich zum Roggenmehl verwende ich nach jeder Haarwäsche etwas Kokosöl oder mache vor dem Waschen eine Intensivmaske mit etwas mehr Kokosöl. Es sorgt dafür, dass meine Haare glänzend, weich und gut gepflegt sind.

Kurze Fragen

Wie oft wäschst du deine Haare?

Etwa 2 Mal pro Woche – sprich alle 4 Tage.

Wie machst du das mit Sport und Roggenmehl Haarwäsche?

Ich schwitze glücklicherweise an der Kopfhaut nicht so stark. Nach dem Sport bürste ich meine Haare und dann sehen sie im Normalfall wieder okay aus.

Föhnst oder glättest du deine Haare?

So gut wie nie! Ganz selten mache ich mir Locken und ich föhne sie nur, wenn sie nach dem Sport schlimm aussehen und ich schnell wo hin muss.

Hast du jemals wieder mit normalem Shampoo gewaschen?

Einmal hat eine Frisörin im „Salon am Markt“ mir empfohlen, meine Haare von ihr vor dem Schneiden waschen zu lassen und da sie Naturkosmetik Shampoo von „Less is More“ hatten, dachte ich mir: Warum nicht? Das eine Mal Haare Waschen mit normalem Shampoo hat keine Auswirkung gehabt und ich konnte danach ganz normal mit Roggenmehl weitermachen.

Verwendest du Haarspray?

Nein, da Haarspray sehr künstlich ist, wäre das mit Sicherheit kontraproduktiv. Die Locken halten dadurch, dass meine Haare griffiger sind, auch ohne Produkte.

Wirst du manchmal verurteilt?

Natürlich sehen einen die Leute manchmal ein bisschen komisch an, wenn man erzählt, dass man mit Mehl die Haare wäscht, aber die meisten sind sehr interessiert und erstaunt.

Wie viel Roggenmehl verwendest du?

Ich verwende meistens 4-5 große EL Mehl und mische sie mit Wasser zu einem geschmeidigen Brei.

Ihr habt noch Fragen? Dann schreibt sie gerne in die Kommentare!

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20 Comments

  • Reply Nina 28. Januar 2018 at 19:57

    Liebe Julia,
    danke für den interessanten Beitrag. Ich wasche mir seit Anfang des Jahres nun auch die Haare nur noch mit Roggenmehl und habe bisher noch keinerlei Probleme. Das Einzige was halt etwas nervt ist, das es etwas aufwendiger ist. Jedoch bin ich schon gespannt auf die langzeitigen Auswirkungen 🙂
    Liebe Grüße und hab einen schönen Sonntag Abend
    Nina

  • Reply Katharina 28. Januar 2018 at 22:34

    Hey!
    Hast du auch ein paar gute Tipps fürs Reisen? Bin nämlich im Februar 3 Wochen in Australien u Neuseeland unterwegs und bin gerade am Überlegen, wie ich das dann dortdort der Roggenmehlwäsche am besten hinbekomme..
    Liebe Grüße xx

    • Reply Maike 29. Januar 2018 at 7:59

      Hey Katharina,

      ich fliege im Mai nach Peru und habe auch schon überlegt wie ich das mit der Haarwäsche während dieser Zeit regeln soll. Ich werde mir wohl Roggenmehl in einer Dose abfüllen und eine extra Dose mitnehmen um es vor Ort dann mischen zu können. Das ist die einfachste Lösung die mir persönlich eingefallen ist. 🙂
      Viel Spaß in Australien und Neuseeland. 🙂

      Liebe Grüße

  • Reply hannahh 29. Januar 2018 at 7:41

    Ich finde das Thema super interessant Nur trau ich mich noch nicht so ganz drüber. Allerdings lese ich in letzter Zeit so viel gutes darüber das ich mich wahrscheinlich ach Bald drüber trauen werde. 🙂

    Liebe Grüße

  • Reply Tamara Fashionladyloves 29. Januar 2018 at 17:28

    Ein sehr interessanter Langzeitbericht.
    Ich habe vor ein paar Monaten auch damit begonnen, meine Haare mit Roggenmehl zu waschen, da ich bis dahin an extrem schnell fettender Kopfhaut litt und meine Haare jeden Tag waschen musste. Was gerade bei meinen langen Haaren super nervig ist…
    Leider habe ich das ganze nur zwei Monate durchgehalten, da ich einfach immer das Gefühl hatte, dass meine Kopfhaut nicht rein ist, irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie sich fettig anfühlt. Hast du dieses Problem nicht? Ich bin im Moment wirklich am überlegen es noch einmal zu versuchen, da es einfach so viele Vorteile für mich hatte.

    Liebste Grüße Tamara
    FASHIONLADYLOVES

  • Reply Sandra Slusna 29. Januar 2018 at 19:47

    So ein interessanter Beitrag liebe Jules, wie gesagt, ich bin immer noch nicht dazu gekommen, es umzustellen, aber ich denke, dass es definitiv eine Gewöhnungssache ist. So wie alles… man muss glaube ich nur seine Routine finden und dann ist es auch kein Problem. Und die Kosten davon sind ja der Wahnsinn im Vergleich zu normalem Shampoo!!!
    Sollte es demnächst wirklich endlich zumindest ausprobieren. Alleine deswegen, weil man danach weniger fettige Haare hat. <3
    Liebe Grüße, Sandra

  • Reply Pauline 29. Januar 2018 at 20:18

    Ich habe davon schon mehrfach gehört und finde das super interessant! Ich möchte mich auch gerne in meiner Haar- und Hautpflege Routine verändern, allerdings brauchen ja vor allem die Haare am Anfang erstmal eine Eingewöhnungsphase und das will ich mir gerade in der Schule nicht antun 😀
    Mal sehen, wann ich dazu komme!

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

  • Reply Elle 29. Januar 2018 at 20:22

    Und deine Haare sehen aus wie scheisse! Und du selbst bist ein Dummes fettes kleines Kind. Dein Blog und Instagram hat Keinerlei wert und ist total verblödet. Eine unerträgliche hässliche fette Person die innerlich wie äußerlich einfach nur hässlich an. Ich kotze bei deinem Anblick!

    • Reply Mira 29. Januar 2018 at 22:04

      Nächstes Mal am Besten nicht in den Spiegel schauen, wenn du einen Kommentar verfasst. 😉

    • Reply Lux 6. Juni 2018 at 11:52

      Wow, sowas ist echt traurig….

  • Reply Holo 29. Januar 2018 at 21:26

    Denke dass deine Haarstruktur besser geworden ist weil du deine Haare nicht mehr färbst und nicht daran liegt,dass du deine Haare mit Mehl wäscht. Vorher waren deine Haare chemisch behandelt jetzt nicht mehr, dass macht den meisten Unterschied aus. Diesen wichtigen Faktor solltest du auch erwähnen! Denke nämlich dass deine Haarstruktur auch mit normalen Shampoo sich verbessert hätte. Die Färbung ist das Problem, nicht das Shampoo im Supermarkt. Aber freut mich für dich wenn du dich so Wohler fühlst. Jeder muss dass tun was er für richtig empfindet. Schönen Abend noch!

    • Reply Katja 8. Februar 2018 at 17:21

      Also meine Haare wurden seit 5 Jahren nicht mehr gefärbt und meine Haarstruktur ist auch besser geworden seit ich mit Roggenmehl wasche. Normales Shampoo hat das nicht geschafft. 😉

    • Reply Julia 19. Oktober 2018 at 17:24

      Ich habe auch bei ungefärbten Haaren von einem teuren Friseurshampoo auf Roggenmehl umgestellt und die gleiche Erfahrung gemacht, wie Julia. Von daher hat das meines Erachtens keinen Einfluss 😉

  • Reply Lisa-Marie 29. Januar 2018 at 23:56

    Toller Bericht, ich möchte es auch mal versuchen Danke und LG

  • Reply Ivonne 30. Januar 2018 at 11:13

    Ok wow, davon habe ich noch nie etwas gehört. Das ist wirklich mal etwas ganz anderes und distanziert sich klar von irgendwelchen Haarwaschseifen und Co. Ich finde die Methode super spannend, aber kann mir nicht vorstellen, dass ich meine doch sehr pflegebedürftigen Haare damit ausreichend versorgen kann… 🙁

    Danke für diesen informativen Beitrag.

    Liebe Grüße,
    Ivonne

  • Reply Saskia 7. Februar 2018 at 9:27

    Liebe Julia, ich habe tatsächlich das erste Mal davon gehört . Vielleicht sollte ich es mal ausprobieren. Sehr cooler Beitrag aufjedenfall.

    LG Saskia von http://www.saskia-Denise.de

  • Reply Xenia 7. Februar 2018 at 16:37

    Hey 🙂 Du hast mich ziemlich inspiriert und ich würde es jetzt auch gerna mal ausprobieren. Hast du irgendwelche Erfahrungen mit blondierten Haaren? Funktioniert es dort auch oder zieht es schnell die Farbe raus? Liebe Gruesse

  • Reply Katja 8. Februar 2018 at 17:18

    So einen Langzeitbericht finde ich sehr gut! Ich wasche meine Haare jetzt bald 1 Jahr nur noch mit Roggenmehl und bin auch sehr begeistert. Wenn es richtig gut läuft wasche ich sie 1x die Woche ansonsten max. 2x und sie sind griffiger, voluminöser, gesünder und wachsen meiner Meinung nach auch ein bisschen schneller. 🙂

  • Reply Hanna 14. Juni 2018 at 15:54

    Hallo Julia!
    Erstmal vielen Dank für den coolen Beitrag!
    Ich habe vor einer guten Woche ebenfalls mit der Roggenwäsche angefangen. Ich habe lange, dicke und lockige Haare.
    Leider muss ich sagen, dass meine Haare nach dem Waschen sehr schwer und teilweise noch fettig sind. Ich nehme genug Mehl und lasse es auch eine Weile einwirken.
    Hattest du dieses Effekt zu Beginn auch? Kann ich das einfach noch unter Gewöhnungsphase verbuchen? Oder hast du da Tipps?
    Liebe Grüße
    Hanna

  • Reply Sarah 25. September 2018 at 15:23

    Hallo 🙂
    Ich hätte da mal eine Frage. Meine Haare werden sehr schnell fettig und ich habe schon alles mögliche versucht, nur leider hat nichts wirklich geholfen. Jetzt möchte ich es auch einmal mit Mehl versuchen. Ich habe meine Haare allerdings gefärbt. Kann ich trotz Färben meine Haare mit Roggenmehl waschen? Hat dort vielleicht schon jemand Erfahrungen gemacht?

    Liebe Grüße
    Sarah

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