Bin ich Fitnessblogger?

Oder bin ich vielleicht doch nicht fit genug, um mich so zu nennen? Sind meine Bauchmuskeln überhaupt sichtbar genug und esse ich wohl genug Brokkoli? Fragen über Fragen! 

Ich glaube, ihr habt meinen sarkastischen Ton verstanden, oder? Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr selten negative Kommentare bekomme und von euch großteils entweder positives Feedback, oder eben konstruktive Kritik bekomme (vielen Dank dafür an dieser Stelle!). Hin und wieder kommt es natürlich trotzdem vor, dass mir jemand ein paar, sagen wir weniger freundliche Worte an den Kopf wirft – natürlich nur anonym. Was mir vorgeworfen wird? „Wie kannst du dich Fitnessblogger nennen? So fit bist du doch gar nicht!“ Halt. Stopp!

Lifestyle Bloggerin aus Überzeugung

Wenn man mich fragt worüber ich blogge, sage ich als erstes „Lifestyle“. Ich teile mein Leben mit euch und dazu gehört eine gesunde Ernährung, Sport, ein bisschen Mode, ein bisschen Beauty, ein bisschen Interior und viele persönliche Gedanken. Warum ich mich niemals als reine Fitnessblogger bezeichnen würde? Nun ja, schaut euch meinen Instagram Feed an – wie viel Fitness findet man denn wirklich? Vor 3 Jahren habe ich mit Sport und Fitness gestartet, um mich selbst zum Abnehmen zu motivieren. Sport und (eine exzessive) gesunde Ernährung waren bei mir im Hauptfokus und ich war so fixiert darauf, dass nur wenig daneben Platz hatte. Mittlerweile ist es zum Glück so, dass Sport zwar eine große Rolle in meinem Leben spielt, aber es daneben noch viele andere Dinge gibt, die mir Freude bereiten und über die ich schreiben möchte. Also nein, Fitnessblogger bin ich keiner, war ich nie, seitdem ich ernsthaft blogge und habe ich auch niemals behauptet.

Wo fängt Body Shaming an?

Ich finde es irgendwie krass, wenn Leute sagen „Ach, sie ist doch kein Fitnessblogger, so fit ist sie gar nicht“. Was ist denn das für eine Botschaft? „Hast du mehr als 15% Körperfett, bist du nicht fit“? Mich persönlich kümmert es nicht, da ich gelernt habe, über solche Aussagen drüber zu stehen, aber stellt euch mal vor, ein junges Mädchen, das etwas unsicher ist, liest das. Ich darf also kein Fitness-Blogger sein, weil ich nicht „super shredded“ bin oder nicht den Bizeps des Jahrhunderts habe? Seit wann definieren wir denn Fitness über den Körperfettanteil oder die Muskelmasse? Und seit wann kann man anhand von Bildern beurteilen, wie sportlich jemand ist?
Wisst ihr, wie der Duden „Fitness“ definiert? „Gute körperliche Verfassung, Leistungsfähigkeit“. Ich glaube, viel mehr muss ich dazu gar nicht mehr sagen, oder?

Ich fühle mich fit

Ja, Sixpack hin oder her, ich fühle mich fit und gesund. Ich bin im April einen Halbmarathon gelaufen, mache 5-6 Mal pro Woche Sport, betreibe Krafttraining, gehe regelmäßig laufen und nehme auch an Gruppenworkouts teil. Im Alltag fühle ich mich gut, auch wenn ich mal zur Ubahn sprinten muss und bin nicht gleich außer Atem, wenn ich eine Treppe rauflaufe. Ich fahre viel mit dem Rad und probiere immer wieder neue Sportarten. Und ja, sogar bei den super harten Workouts von Coach Seyit konnte ich gut mithalten. Darauf bin ich stolz, weil ICH weiß, dass ich fit bin und in einer guten Verfassung. Täglich treffe ich Entscheidungen, die gut für meinen Körper sind: ich esse ein frisch gekochtes Essen statt mir Fertigpampe aufzutauen, gehen morgens laufen, statt ewig zu faulenzen und bewege mich gerne – DAS ist für mich Fitness. Für mich ist Fitness weder ein bestimmtes Körperbild, noch ist es eine Zahl auf der Waage. Mein Ziel? Ich möchte ein langes, gesundes Leben leben!

Fitness Motivation?

Auch wenn ich kein Fitness Blogger bin, weiß ich, dass ich schon vielen weitergeholfen habe. Mich macht es jedes Mal stolz, wenn mir Mädels auf Snapchat schreiben, dass ich sie zum Sport motivieren konnte oder sie sich ein Beispiel an meinem gesunden Lebensstil nehmen. Dass sie nun glücklicher sind und mehr Energie und Selbstbewusstsein haben. Das bedeutet mir wirklich viel und zeigt mir einfach, dass ich andere motivieren kann, eine bessere Version von sich selbst zu sein. Mir geht es im Leben um Balance, um Freude und Spaß und genau das möchte ich auch ein euch weitergeben. Ich möchte nicht weitergeben, wie man den perfekten Sixpack erreicht – dafür gibt es andere! Ich bin weder Trainer, noch sonst jemand und gebe sehr gerne meine persönlichen Erfahrungen weiter. Wenn das jemanden motiviert – wundervoll! Eines ist sicher: ich bleibe bei dem, was ich tue. Ich lasse euch weiterhin an meinem Leben teilhaben, zeige euch mein Essen und pfeife auf die Negativität anderer Menschen. Jeder darf so sein, wie er ist und Fitness kommt in allen Formen und Größen – deal with it 😉

Merkt euch: What Susies says of Sally says more of Susie than of Sally! Zieht euer Ding durch, lebt euer Leben und habt Freude daran, egal, was jemand darüber denkt!

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18 Comments

  • Reply Johanna 10. September 2016 at 20:16

    Ich finde es super worüber du bloggst! Fitness Blogger hin oder her, mach weiter so! <3

    Liebe Grüße
    Johanna von http://www.missrapunzel.com/

  • Reply Danielle 11. September 2016 at 3:47

    Preach!!

  • Reply Sandra Slusna 11. September 2016 at 8:35

    Super Beitrag liebste Jules! Ich finde deinen Blog toll und wenn du dich fit fühlst, gesund isst, das heißt nicht dass du hin und wieder nicht ein Eis oder stück Torte essen kannst, dann kannst du ein Fitnessblogger sein, es ist egal ob ja oder nein, ich lese deinen Blog wirklich gerne und will es auch in Zukunft tun!
    Mit liebsten Grüßen
    Sandra von http://www.shineoffashion.com
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

    • Reply Julia Vogel 21. September 2016 at 15:28

      So sehe ich das eigentlich ja auch :)) Danke, meine Liebe 🙂 xx

  • Reply Lara 11. September 2016 at 10:51

    super Blogpost! ich finde deine Einstellung einfach super 🙂 weiter so!!! und schönen Sonntag <3

  • Reply Marie 11. September 2016 at 12:38

    Ob Fitnessbloggerin oder nicht ist doch egal. Mir gefallen deine Blogposts immer wieder.
    Mach weiter so!

    Grüße,
    Marie

  • Reply Bernd 11. September 2016 at 15:58

    Ich denke, ob man Fitnessblgger ist kommt nicht auf das Aussehen an oder wie oft man sämtliche Körperteile in die Kamera hält, sondern eher auf die Inhalte die man vermittelt. Da du mit deinem Blog bestimmt viele Leute dazu motivierst Sport zu treiben, denke ich musst du dir über so etwas keine Gedanken machen. LG B

    • Reply Julia Vogel 22. September 2016 at 16:18

      Ich sehe das eigentlich auch so und finde es schade, welche EInstellung manche haben. Aber auch okay, solange sie mich in Ruhe lassen :p xx

  • Reply Caterina 11. September 2016 at 19:53

    Liebe Julia, seit ca. 1 Jahr motivierst Du mich immer wieder. Ich treibe von Natur aus gerne Sport und ernähre mich gesund, ich weiss im Prinzip auch wie das geht. Und doch motiviert es mich, Deinen Blog zu lesen, mich inspirieren zu lassen und noch mehr Spass an dieser Sache zu haben. Aber auch ich bevorzuge es, dass der Sport und meine Ernährung nicht der wesentliche Punkt meines Leben sind, sondern eben nur einer von vielen (Familie, Freunde, Reisen, gute Bücher, Musik, Filme, es gibt so vieles mehr). Persönlich glaube ich sowieso, dass man als Frau SEHR viel trainieren und wahrscheinlich auch hungern muss, dass man (als Frau) einen Sixpack bekommt. Interessanterweise finden den Männer bei Frauen oftmals auch gar nicht so schön, ich auch nicht, ich bevorzuge bei Frauen (und mir selbst) ebenfalls einen straffen, schlanken und tallierten Bauch, aber keinen Sixpack….Fitnessbloggerinnen, die sich also über einen Sixpack definieren sind nicht meine Welt und motivieren mich nicht. Du dagegen dank Deiner sympathischen Art und Deiner Lebenslust mit Deinem meiner Ansicht nach schön, aber nicht übertrieben trainiertem Körper sehr wohl! Mach weiter so! Ganz liebe Grüsse, Caterina

  • Reply Alex 11. September 2016 at 22:17

    Julia, der Beitrag ist so so toll geschrieben !! Genau das macht Fitness aus – so und nicht anders. Sei stolz auf dich & danke für die tolle Abendlektüre ❤️

    – es wird immer jemanden geben der was auszusetzen hat, im Endeffekt macht uns sowas nur noch stärker!

    • Reply Julia Vogel 22. September 2016 at 16:17

      Viiielen Dank, so lieb von dir! Das stimmt absolut, irgendwas wird man wohl immer finden 🙂 xx

  • Reply Stefanie 12. September 2016 at 8:30

    Fitness beginnt weit vor einem Sixpack oder allgemein einem definierten, muskulösen Körper. 80% dazu macht ohnehin die Ernährung aus und Sport ist nur das i-Tüpfelchen. „Täglich treffe ich Entscheidungen, die gut für meinen Körper sind“ – dieser Satz gefällt mir total gut, weil es genau darum geht: Bewusst gesunde Entscheidungen zu treffen. Ich finde deinen Blog und deine Einstellung top! Lese deinen Blog sehr gerne!

    • Reply Julia Vogel 20. September 2016 at 16:40

      Wie recht du hast! Danke dir :)) xx

  • Reply veg.fruitia 12. September 2016 at 21:08

    Und genau deshalb lese ich deine Beiträge so gerne! Du bist toll Julia. Ich schätze genau das an dir, du bleibst dich selbst und schreibst/postest das woran du Spass hast. Genau das ist das motivierende. Mich motivierst du immer wieder aufs Neue . Also bitte mach weiter so und bleib wie du bist!
    Ich finde es sowieso etwas heikles was für Kommentare jeweils auf social Medias kreisen und was die einen auslösen können. Die liebe ‚Andrea Morgenstern‘ hat ein tolles Video dazu auf YouTube gemacht vlt interessiert es dich ja 🙂
    Liebe Grüsse

  • Reply T 29. September 2016 at 10:18

    Toller Beitrag! Finde ich sehr gut wie cool du das ganze handelst.

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