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Nachhaltigkeit am Festival

23. August 2018
Nachhaltigkeit am Festival

Dieses Jahr wurden Chris und ich von „Jede Dose zählt“ aufs Frequency Festival in St. Pölten eingeladen und konnten uns vor Ort über richtiges Dosenrecycling informieren. Für mich war das der perfekte Anlass, euch auch ein bisschen was über Nachhaltigkeit am Festival zu erzählen.

Mich begleitet der Nachhaltigkeitsgedanke nun seit rund 2 Jahren und ich versuche laufend, meinen Alltag und meinen Konsum ein wenig grüner zu gestalten. Mir geht es nicht um Perfektionismus und ein makelloses Zero-Waste Leben, sondern um kleine Schritte. Dazu gehört für mich auch, dass ich Müll recycle und generell darauf achte, weniger Plastik zu kaufen. Als „Jede Dose zählt“ auf mich zukam um mich zu fragen, ob ich Lust hätte, euch ein bisschen was über Dosenrecycling zu erzählen, habe ich natürlich sofort ja gesagt.

Umweltschutz muss nicht immer aufwendig und kompliziert sein! Die Produktion einer neuen Dose verbraucht bis zu 95% mehr Energie als das Recycling einer alten Dose – deshalb ist es umso wichtiger, Dosen richtig zu entsorgen. Wusstet ihr, dass Getränkedosen unendlich oft und ohne Qualitätsverlust recyclebar sind und dass ihr nichts weiter tun müsst, als sie in die richtige Tonne zu werfen? In Wien ist das beispielsweise die blaue Tonne, in anderen Teilen Österreichs die gelbe Tonne.

Innerhalb von 60 Tagen kann dann aus einer richtig entsorgten Dose eine neue Dose oder eine Vielzahl an anderen Produkten entstehen – wie zum Beispiel Smartphoneteile, Fahrräder, Kameras,…

https://www.youtube.com/watch?time_continue=5&v=LN-yxKCI1f4

Am Frequency konnte man sich am Stand von „Jede Dose zählt“ über richtiges Recycling und den Recyclingvorgang informieren und auch ein Virtual Reality Spiel spielen, bei dem es drum ging, Dosen in die richtigen Tonnen zu werfen. Ich finde es wahnsinnig cool, dass ein Festival dafür genutzt wird, junge Menschen aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie sie die Welt ein Stückchen grüner machen können.

Nun möchte ich ein paar Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Festival mit euch teilen:

Richtiges Recycling!

Viele Festivals bieten mittlerweile getrennte Mülltonnen an oder geben die Möglichkeit, einige leere Dosen gegen eine neue, volle Dose zu tauschen. Dosen und Müll ins Wasser, oder einfach auf die Wiese zu werfen, sollte keine Option sein – nicht am Badesee mit Freunden, nicht am Meer und auch nicht auf Festivals.

Ein Zelt mieten oder in ein besseres Zelt investieren und das eigene Zelt wieder mitnehmen.

Eine Sache, die man auf Festivals ständig sieht, ist, dass demolierte Zelte einfach zurückgelassen werden. Das liegt wohl an mehreren Faktoren: erstens wird nicht darauf geachtet, das Zelt wieder mitzunehmen und richtig zu entsorgen – aus den Augen aus dem Sinn. Sehr häufig werden aber schlichtweg billige und leicht zu zerstörende Zelte gekauft, schon mit dem Hintergedanken, diese zurückzulassen.

Natürlich ist es ein Problem auf Festivals, dass viele Besucher respektlos mit dem Eigentum von anderen umgehen und bei betrunkenen Aktionen Zelte zerstören. Das passiert allerdings hauptsächlich auf den Hauptcampingplätzen. Viele Festivals bieten mittlerweile VIP oder Green Camping an, wo es viel gesitteter zugeht. Eine weitere Möglichkeit wäre, am Festivalgelände ein Zelt zu mieten. Das haben wir letztes Jahr gemacht und waren total zufrieden damit. Das Zelt ist schon fixfertig aufgebaut, man zahlt etwa 40€ pro Person und muss sich um nichts kümmern. Auch auf diesen Plätzen sind die Leute entspannter und niemand kommt in einer auf die Idee, ein unschuldiges Zelt zu attackieren.

Eine eigene Wasserflasche mitbringen und immer wieder auffüllen.

Hierzu muss eigentlich nicht viel gesagt werden – genauso wie im Alltag ist es auch am Festival sinnvoll, die eigene Flasche immer wieder aufzufüllen. Aufpassen muss man nur, wenn man zu den Bühnen möchte – hier sind oft keine Flaschen erlaubt.

Richtiger Umgang mit Müll

Selbst, als ich 15 war und mir noch nicht so viele Gedanken um die Umwelt gemacht habe, habe ich nie verstanden, wieso manche auf Festivals so dermaßen in ihren Müllbergen ertrinken. Für mich war es ganz normal, den Müll in eine Tüte zu packen und am Ende des Festivals zu entsorgen. Würde jeder so denken, dann wären Festivals wohl wesentlich grüner und nachhaltiger. Gerade beim Frequency landet extrem viel Müll auch im Fluss und auch, wenn ich unseren Festivaltag sehr genossen habe, wirft der Anblick von hunderten Dosen im Wasser doch einen Schatten auf das Ganze.

Zigarettenstummel gehören NICHT in die Natur!

Wusstet ihr, dass ein Zigarettenstummel 10-15 Jahre braucht, um abgebaut zu werden und rund 4000 Chemikalien enthält, die sich nicht nur beim Rauchen lösen, sondern auch später in die Erde gelangen?

Zigarettenstummel gehören zu den am häufigsten in der Natur gefundenen Müllquellen, obwohl eine richtige Entsorgung so einfach wäre. Wenn ihr raucht, dann tut zumindest der Umwelt etwas Gutes und bewahrt die Stummel auf, bis ihr sie in eine Restmülltonne werfen könnt.

In gute Kleidung investieren!

Festivalvorbereitungen verleiten zu unnötigen Spontankäufen von billiger Kleidung, die sofort danach entsorgt wird. Investiert lieber in gute, feste Schuhe, wie Docs, die dutzende Festivals überstehen und schnell wieder sauber sind. Legt euch eine dünne, hochwertige Regenjacke zu, statt Einmal-Ponchos zu verwenden und kombiniert die Kleidung, die ihr schon habt, zu coolen Festivaloutfits. Ein guter Tipp wäre auch, in einem Second Hand Shop nach coolen Outfits zu suchen – so wird keine neue Kleidung in Umlauf gebracht und ihr stecht mit eurem Look sicher aus der Masse hervor.

6 Comments

  • Reply lilablumenwiese 23. August 2018 at 22:07

    Ein sehr inteerssanter Beitrag, danke dafür!
    Liebe Grüße
    Ruth
    https://lilablumenwiese.com/

  • Reply Pauline 24. August 2018 at 11:21

    Festivals werden leider oft und schnell zu einer riesigen Müllproduktion und viele, die sonst auch bewusster konsumieren werden dazu animiert an diesem Wochenende einfach mal nicht so streng zu sein – man will ja Spaß haben. Aber ich finde es richtig schön, dass du darauf aufmerksam machst und zeigst, dass es eigentlich gar nicht soo schwer ist auch auf einem Festival darauf zu achten und vor allem, wenn man sowieso regemäßig auf Festivals geht dann lohnt sich die Investition in ein gutes Zelt, Schuh und Regenjacke allemal!
    Schont die Umwelt und das eigene Portmonai auf längere Zeit auch 🙂

    Liebste Grüße
    Pauline <3

    https://mind-wanderer.com/2018/08/17/girls-trip-to-vienna-what-we-saw-did-ate-in-3-days/

    • Reply Julia Vogel 9. September 2018 at 17:59

      Genau so seh ich das auch! Ich versteh es absolut, dass man auch mal die Sau raus lassen will, aber wie du sagst: es kann so einfach sein und mit ein bisschen Mitdenken, kann man Spaß haben UND die Umwelt schonen 🙂

  • Reply Lea Christin 27. August 2018 at 1:31

    Richtig gute Tipps, ich habe mich außer meiner veganen Ernährung noch nicht mit Nachhaltigkeit befasst. Also klar ich kaufe vegane, tierversuchsfreie Kosmetik.. aber was Kaffee to go Becher angeht war ich immer ein großer Fan.
    Seit ich in Australien am Bondi Beach wohne hat sich das aber geändert, hier nehmen zum Beispiel so viele Menschen ihre eigenen To Go Becher von zuhause mit dass es einen einfach motiviert das selbe zu machen 🙂
    Alles Liebe, Lea von http://leachristin.com

    • Reply Julia Vogel 9. September 2018 at 17:54

      Das finde ich richtig cool von dir! Die kleinen Schritte machen soo viel aus 🙂

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