Home Lifestyle

Endlich hormonfrei verhüten!

23. Oktober 2017
hormonfrei verhüten

Ich war 15, zum ersten Mal bei einer Frauenärztin und wusste über Verhütung nur das, was man in den Schulbüchern liest oder von den Eltern mitbekommt. Die Empfehlung meiner Ärztin und die gesellschaftliche Konvention haben dazu geführt, dass ich, ohne groß darüber nachzudenken, anfing die Pille zu nehmen. Zu keinem Zeitpunkt hatte mir jemand gesagt, was die Hormone mit meinem jungen Körper anrichten werden und dass man auch hormonfrei verhüten könnte.

Heute möchte ich euch von meinen Erfahrungen, meiner persönlichen Einstellung und meinem Weg zu einer Verhütung ohne Hormone erzählen. Bevor ich allerdings beginne, muss ich sagen: ich bin keine Ärztin und kann euch auch nicht sagen, was die beste Option für euch ist. Jeder Körper ist anders, jeder reagiert anders auf Hormone und natürlich gibt es auch viele Menschen, die mit der Pille, oder hormoneller Verhütung generell, besser zurechtkommen, als ich. Alles, was ihr lesen werdet, sind persönliche Erfahrungen und Eindrücke und spiegeln nur meine Meinung wider. Wenn ihr euch über ein Verhütungsmittel informiert, versucht Positives und Negatives zu finden, viel zu recherchieren und euch eure eigene Meinung zu bilden. Sprecht mit eurem Arzt oder eurer Ärztin und lasst euch Zeit mit eurer Entscheidung.

Warum ich überhaupt über etwas so Privates wie Verhütung schreibe? Ich glaube, dass jeder Blogger andere Regeln aufstellt, über was er in seinen Beiträgen sprechen möchte, und was Privatangelegenheit bleibt. Viele ziehen eben bei den Themen Sex, Verhütung und Partnerschaft eine dicke Grenze und beschließen, sich nicht zu äußern – was natürlich auch absolut okay und verständlich ist. Mich erreichen allerdings jede Woche Nachrichten von verzweifelten Mädels, die nach Jahren mit hormoneller Verhütung unzufrieden sind und nicht wissen, für welche Alternative sie sich entscheiden sollen. Andere Mädels haben die Pille bereits abgesetzt und leiden nun sehr unter der hormonellen Umstellung und dem Chaos in ihrem Körper. Ich weiß selbst, wie mühsam und frustrierend die Umstellung von einer hormonellen Verhütung auf eine Hormonfreie sein kann und dass man oft das Gefühl hat, mit seine Problemen allein zu sein. Aus dem Grund habe ich mich dazu entschlossen, offen über meinen Weg zu sprechen. Außerdem finde ich, dass Sex viel weniger tabuisiert werden sollte und es unsere Gesellschaft weiterbringen würde, wenn man offener über solche Themen sprechen könnte. Es ist etwas Normales und Menschliches und auch, wenn es natürlich jedem selber überlassen bleibt, wie viel er preisgibt, stehe ich für mehr Offenheit.

Meine Geschichte

Vor 3 Jahren habe ich mir den Gedanken in den Kopf gesetzt, dass ich meinem Körper keine Hormone mehr zuführen möchte. Das war in der Zeit, in der ich begonnen hatte, mich bewusster zu ernähren, mehr Sport zu machen und mehr auf mich zu achten. Meinen Körper mit Hormonen vollzupumpen und so einen künstlichen Zyklus zu erzeugen, während ich versuchte, so gesund wie möglich zu leben, kam mir falsch vor. Dazu kam auch noch, dass ich meinen Körper nie hormonfrei „erlebt“ hatte, seit ich sexuell aktiv war. Ich wusste nicht, in welchem Ausmaß die Pille meine Libido beeinflusste und welche Auswirkungen Hormone auf mein Sexleben hatten. (Spoiler alert: eine große Auswirkung!). Nach Absprache mit meiner Ärztin setzte ich also die Pille ab und entschied mich dafür, meinem Körper erst mal Zeit zu geben, um sich zu „erholen“, bevor ich mir Gedanken darum machte, wie ich am besten dauerhaft hormonfrei verhüten könnte.

Das Jahr danach

Nach dem Absetzen hatte ich mit typischen Symptomen wie leichtem Haarausfall zu kämpfen, aber allgemein ging es mir besser. Ich war weniger müde und schlapp, hatte eine bessere Stimmungslage, meine Libido war nicht mehr im Keller und die Wassereinlagerungen verabschiedeten sich. Glücklicherweise verschlechterte sich mein Hautbild kaum, was aber daran liegt, dass ich von Natur aus eine relativ reine Haut habe. Ich weiß aber, dass viele nach dem Absetzen mit schlechter Haut zu kämpfen haben und verstehe, wie belastend das sein kann. Solltet ihr ebenfalls davon betroffen sein, kann ich euch empfehlen, auf Youtube nach Erfahrungsberichten und Tipps zu suchen – da findet man wirklich so einiges.

Das Einzige, was sich sehr lange nicht einpendelte, waren meine Tage. Mich beunruhigte das aber nicht weiter, da ich von vielen Seiten gehört hatte, dass es Monate dauern kann, bis wieder ein regelmäßiger Zyklus entsteht. Meine Frauenärztin sah das leider etwas anders und meinte, dass es nicht normal sei, dass ich meine Tage nach einem Jahr immer noch nicht hatte und äußerte die Vermutung auf das PCO-Syndrom. Was genau das ist, werde ich jetzt nicht erklären, da es den Rahmen sprengen würde, aber wenn es euch interessiert, könnt ihr euch ja online einlesen. Auf jeden Fall drängte meine Ärztin mich praktisch dazu, wieder mit der Pille zu beginnen und ich war mehr als verunsichert. Ich hatte Angst vor den Folgen und vor dem Hormonchaos, das ich meinem Körper unweigerlich zumuten würde. Zum heutigen Zeitpunkt weiß ich, dass meine damalige Ärztin unrecht hatte und wäre ich wieder in der Situation, würde ich mir auf jeden Fall eine Zweitmeinung einholen. Auch meine jetzige Frauenärztin hat mir in diesem Punkt recht gegeben und hat ausführlich mit mir über die damalige Lage gesprochen. Der wahre Grund, warum ich meine Tage nicht bekommen hatte, war wohl ein Zusammenspiel mehrere Komponenten – Untergewicht, schnelle Gewichtsabnahme, eine Schilddrüsenunterfunktion und natürlich auch das Absetzend der Pille. Meine neue Frauenärztin hat mir versichert, dass es absolut normal ist, unter diesen Umständen keinen geregelten Zyklus zu haben. Damals war ich leider nicht so gut informiert und habe mich dazu überreden lassen, wieder die Pille zu nehmen. Ich habe daraufhin in 3-4 Monaten 7kg zugenommen und habe mich schlechter gefühlt, als jemals zuvor. Mein Körper hat gegen mich gearbeitet und ich war so unglücklich über meinen Zustand. Die Antwort meiner damaligen Ärztin auf meine Verzweiflung war: „Probiers’ mal mit einer anderen Pille.“ Ein letztes Mal bin ich ihrem Rat gefolgt, habe aber nach kurzer Zeit, als alles noch schlimmer wurde, beschlossen, die Pille für immer zu verbannen. Ich habe von einem auf den anderen Tag aufgehört und dieses Kapitel endgültig geschlossen.

Ein weiteres Jahr

Ein Jahr und 4 Monate nach dem ersten Absetzen war ich also erneut hormonfrei und schwor mir, nie mehr die Pille anzurühren. Wie zuvor wollte ich auch diesmal meinem Körper die Zeit geben, in seinen natürlichen Rhythmus zurückzufinden, bevor ich mich für ein permanentes Verhütungsmittel entschied. Allerdings begann ich schon damals, mich zu informieren und suchte auch nach einer neuen Frauenärztin.

Eine der häufigsten Fragen, die ich damals bekommen habe, war: „Wie verhütest du nun? Du bist ja in einer Beziehung!“ Ich weiß, dass es nicht super praktisch ist und Kondome weder zu den sichersten, noch den ökologischsten Verhütungsmitteln zählen, aber im Prinzip ist es eine gute Zwischenlösung – zumindest war es das für mich. Ich wusste, dass es nur für einen gewissen Zeitraum so sein würde und auch mein Freund zu der Zeit akzeptierte es. Trotzdem hat es mich auf Dauer ziemlich gestresst und ich hatte oft im Hinterkopf, dass ich mich unbedingt nach einer besseren Möglichkeit umsehen wollte. Als mein Exfreund und ich uns trennten, war das Thema dauerhafte Verhütung ohnehin mal vom Tisch und ich musste für einige Monate nicht darüber nachdenken. In dieser Zeit hatte mein Körper noch mehr Zeit, um sich zu erholen und in seinen „Ursprungszustand“ zurückzukehren.

Long story short, es dauerte ein Jahr, bis ich meine Tage überhaupt wiederbekam und 1,5 Jahre, bis ich wieder einen regelmäßigen Zyklus hatte. Es war eine lange Zeit, aber ich bin definitiv nicht alleine damit. Viele meiner Freundinnen haben ähnliche Erfahrungen gemacht und es ist absolut normal. Gerade die Tatsache, dass mein Körper so lange gebraucht hat, um sich zu erholen, hat mir gezeigt, was Hormone wirklich mit uns machen. Als sich mein Zyklus endlich eingependelt hatte, war der perfekte Zeitpunkt gekommen, um mir über ein dauerhaftes Verhütungsmittel Gedanken zu machen.

Endlich hormonfrei verhüten?

Bei meinem letzten Frauenarzttermin habe ich mit meiner Ärztin darüber gesprochen, welche Optionen für dauerhafte Verhütung es gibt und welche für mich in Frage kommen würden. Im Endeffekt habe ich mich für die Kupferspirale entschieden und hatte dann etwa 1 Monate später endlich den Termin zum Einsetzen. Meine Ärztin hatte mir auch eine Hormonspirale vorgeschlagen, was für mich aber nicht in Frage kam. Zwar wird argumentiert, dass die Hormone nur lokal bleiben, aber bei meiner Vorgeschichte wollte ich kein Risiko eingehen und unbedingt hormonfrei verhüten. Selbst, wenn nur 1 von 10 oder 1 von 100 Frauen Nebenwirkungen von den Hormonen der Hormonspirale bemerkt, ist mir die Sache suspekt – höhere Sicherheit, weniger Regelschmerzen und weniger starke Tage hin oder her. Ich kann euch nur erneut sagen: für jeden ist ein anderes Verhütungsmittel passend und ich habe in der Angelegenheit komplett aus dem Bauch heraus entschieden. Ob die Kupferspirale auch für euch passt, oder nicht doch eine Hormonspirale oder ein ganz anderes Verhütungsmittel ideal wäre, könnt ihr nur selbst entscheiden (natürlich nach einer ausführlichen Beratung mit eurer Ärztin).

Das Einsetzen der Kupferspirale war wirklich okay und nach wenigen Minuten vorbei. Der kurze Zug war für mich total erträglich und auch danach ging es mir super. In den darauffolgenden Tagen durfte ich alles machen, hatte keine Einschränkungen und nur hin und wieder ein leichtes Ziehen im Bauch wie bei Regelschmerzen. Viele von euch haben mich gefragt, wie es nun mit den „Nebenwirkungen“ der Kupferspirale aussieht, da sie von vielen Seiten gehört hatten, dass man durch die Spirale stärkere Tage und Regelschmerzen bekommen kann. Glücklicherweise ist das bei mir nicht der Fall und ich komme sehr gut mit der Spirale klar. Ich habe leicht stärkere Tage und empfinde die Regelschmerzen als etwas anders, würde aber nicht sagen, dass ich sehr darunter leide. Hier muss ich aber auch dazu sagen, dass ich grundsätzlich eher leichtere Tage habe und meine Periode nie länger als 5 Tage dauert. Solltet ihr unter starken Regelschmerzen leiden oder sehr lang und starke Tage haben, ist die Spirale wohl nicht ideal für euch.

Warum Kupferspirale?

Für mich gab es viele Gründe, die für die Kupferspirale gesprochen haben. Sie ist ein sicheres Verhütungsmittel (Pearl Index 0,9-3), „hält“ 5 Jahre lang, greift nicht in den Hormonhaushalt ein, verändert den Zyklus nicht, hat keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit nach der Entfernung und ist einfach und unkompliziert in einer Beziehung. Anders als bei der Pille gibt es keine Faktoren (Antibiotikum, Erbrechen, Durchfall), die die empfängnisverhütende Wirkung beeinträchtigen, man muss nicht jeden Tag zur selben Uhrzeit an die Einnahme einer Tablette denken und pumpt den Körper nicht mit Hormonen voll. Da ich unbedingt hormonfrei verhüten wollte, fielen auch fast alle weiteren gängigen Verhütungsmethoden weg.

Eine Kupferkette kam bei mir nicht in Frage, weil meine Gebärmutterwand zu dünn ist und von einem Kupferball hat meine Frauenärztin abgeraten. Im Prinzip ist die Funktionsweise von den drei Varianten aber ganz gleich und auch die Pearl-Indices unterscheiden sich nur minimal. Eine Goldspirale ist, anders als der Name vermuten lässt, auch eine Kupferspirale, die allerdings einen Goldkern hat. Laut meiner Frauenärztin gibt es keinen Unterschied zwischen der Kupfer- und der Goldspirale. Oftmals wird behauptet, dass Gold eine entzündungshemmende Wirkung hat, was durch Studien aber nicht nachgewiesen werden konnte.

Die natürlichste und am wenigsten invasive Variante wäre natürlich die Kalendermethode gewesen, beziehungsweise eine Kombination aus Kalendermethode und Temperaturmethode. Für mich bietet diese Art der Verhütung aktuell aber zu wenig Sicherheit (Pearl Index bis zu 15, bzw. 20) und da mit 21 Kinder auf keinen Fall in Frage kommen, ist das auch keine Option. Mein Leben ist teilweise sehr chaotisch, ich bin viel unterwegs, oftmals im Stress und kann deshalb nicht darauf vertrauen, dass mein Zyklus wie ein Uhrwerk läuft. Irgendwann mal greife ich vielleicht mal auf diese natürliche Methode zurück, aber im Augenblick bin ich sehr zufrieden mit der Spirale.

Ich glaube, das war der ausführlichste Blogpost, den ich jemals geschrieben habe und ich hoffe, ich habe alle Fragen beantwortet. Sollte noch irgendwas offen geblieben sein, schreibt mir gerne oder stellt eure Frage in den Kommentaren.

hormonfrei verhüten

27 Comments

  • Reply Aylin 23. Oktober 2017 at 20:50

    Ein ganz toller Beitrag Jules! Ich kannte bisher nur die Kupferkette, werde mich mal über die Spirale erkundigen 🙂
    Ganz liebe Grüße aus Stuttgart
    Aylin ❤️

  • Reply Lauxi 23. Oktober 2017 at 20:53

    Richtig toll geschrieben liebe Julsi!! Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns so ausführlich teilst

  • Reply Alicia 23. Oktober 2017 at 21:01

    Danke für diesen tollen Beitrag! Ich habe vor drei Monaten den Nuvaring abgesetzt, den ich, nachdem ich die Pille und die Hormonspritze ausprobierte, über zwei Jahre lang genommen habe. Glücklicherweise habe ich ähnlich wie du keine Nebenwirkungen, mir geht es in allem viel besser und es ist, als wäre eine dunkle Wolke über mir durch Sonnenschein ersetzt worden 🙂 Ich warte weiterhin auf meine Tage, stresse mich da aber auch absolut nicht. Nie, nie wieder möchte ich auf Hormone umsteigen. Danke, dass du das Thema so ausführlich angesprochen hast – ich bin mir sicher, dass du damit vielen Mädels ein Vorbild sein wirst und ihnen eine vielleicht schwierige Entscheidung erleichterst. Fühl dich gedrückt 🙂 xx

  • Reply Julia 23. Oktober 2017 at 21:10

    Kannst du eine frauenärztin in Wien empfehlen, bei der du dich gut aufgehoben fühlst bei diesem Thema? Habe bislang einfach noch keine gefunden, es ist so schwer!

  • Reply Katharina 23. Oktober 2017 at 21:16

    Ich finde es absolut toll, dass du so offen mit dem Thema umgehst! In letzter Zeit bin ich auch immer mehr am Überlegen die Pille abzusetzen und dein Beitrag hat mich in meinem Gefühl weiter bestärkt 🙂 Das ganze Thema Pille ist wirklich komplizierte als ursprünglich vermutet. Immer mehr Blogger bzw. Personen des öffentlichen Lebens sprechen diese Problematik an, was ich wirklich gut finde.

    Liebe Grüße und mach weiter so!
    Du bist ein richtiges Vorbild.
    xxx

  • Reply Anna 23. Oktober 2017 at 21:19

    Super Beitrag! Danke für die ehrliche Art und dafür, dass du so viel Privates freigegeben hast 🙂

  • Reply Ulli S. 23. Oktober 2017 at 22:05

    Danke für den super Beitrag!! Hab auch ganz schlimme Erfahrungen mit da Pille gmacht und bin so unendlich froh, sie abgsetzt zu haben! Macht einfach keinen Sinn so gesund wie möglich leben zu wollen & dann jeden Tag Hormone zu nehmen… also danke für den super Beitrag! :-*

  • Reply Julia 23. Oktober 2017 at 22:09

    Toller Beitrag und ein sehr wichtiges Thema, Danke für deine Offenheit, ich glaube das hilft sehr vielen jungen Frauen! Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema, Hormone kommen für mich absolut nicht mehr in Frage! Leider ist das einsetzen der Kupferkette oder kupferspirale bei mir aus anatomischen Gründen nicht möglich. Daher bleibe „nur“ die natürliche Verhütung. Ich bin noch nicht so weit dass ich meine eigene Erfahrung teilen kann aber: es gibt inzwischen zertifizierte natürliche verhütungsmethoden (auch in Form von Apps) die einen sehr viel höheren Perl Index haben als 15! Auf wearetheladies.de kann man zum Beispiel sehr viele gute Infos dazu finden! Liebe Grüße

  • Reply Pat 23. Oktober 2017 at 22:18

    Das ist wirklich ein sehr guter Beitrag! Ich finde es auch super, dass du dieses Thema eben nicht tabuisierst
    Ich hätte eine Frage, die vielleicht etwas komisch klingt und du musst mir natürlich nicht darauf antworten, aber hat sich die Pille bzw dann das Absetzten stark auf deine Libido ausgewirkt?
    Ich frage deswegen, weil das unter anderem ein Grund wäre, warum ich die Pille auch absetzten möchte

    Ganz Liebe Grüße,
    Pat

  • Reply Pia 23. Oktober 2017 at 23:30

    Hallo Julia 🙂 sehr interessanter Beitrag! Finde es super, dass du das Thema so offen ansprichst ☺️ Darf ich fragen, warum dir deine FÄ von dem Kupferball abgeraten hat?

  • Reply Sarah 23. Oktober 2017 at 23:42

    Toller Beitrag! Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken die Kupferspirale in Betracht zu ziehen. Die Pille habe ich in meinem fast 19 Jahren zum Glück nie genommen trotz Empfehlung meiner Frauenärztin. Aber habe mir schon immer gedacht, dass da einfach was nicht stimmen kann, wenn ein Medikament derart in den Körper eingreift.
    Danke auf jeden Fall für deinen Ausführlichen Bericht über deine Erfahrungen.
    Grüße Sarah

  • Reply Bella 23. Oktober 2017 at 23:45

    Hallo Julia,
    ein wirklich guter, auch fachlich sehr interessanter Beitrag! Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen so ehrlich mit uns teilst. Ich finde es ein sehr wichtiges Thema und gut, dass du es ansprichst!
    Ich habe vor 2 Jahren die Pille abgesetzt und bis heute meine Regel nicht bekommen… Eine Schilddrüsenunterfunktion wurde diagnostiziert und auch mein Gewicht/ meine Ernährung waren ausbaufähig… Dennoch habe ich viele Symptome aufgrund der Pille damals gar nicht bemerkt. Mein Hormonhaushalt ist mittlerweile so im Keller, dass ich auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen kann – keine Regel, kein Eisprung, etc. Ich schiebe nicht alles auf die Pille, aber wer weiß, wie es ohne sie jetzt aussehen würde…

  • Reply Selina 23. Oktober 2017 at 23:51

    Hallo Julia, ich bin gerade durch Diana auf dich gestoßen und dein Beitrag kommt mir gerade recht! Ich finde es wirklich super, dass du dieses Thema ansprichst. Mich beschäftigt auch schon länger der Gedanke die Pille abzusetzen. Zum einen ist meine Libido auch wirklich total im Keller und zum anderen möchte ich auch einfach meinem Körper nicht mehr mit den Hormonen schaden zufügen. Allerdings bin ich mir auch wirklich noch nicht so sicher welche hormonfreie Verhütungsmethode mir zuspricht. Ich hab total Angst vor dem Einsetzten der Kupferspirale, da ich auch schon öfter schlechte Sachen darüber gehört habe, aber wie du sagst ist das natürlich auch Typsache. Die NFP ist mir derzeit auch noch zu unsicher, denn ich möchte mich auch wirklich auf das Verhütungsmittel verlassen können. Naja und da hört es dann auch schon fast wieder auf. Ich finde es wirklich schade, dass es kaum hormonfreie Verhütungsmethoden gibt und hoffe, dass sich das in Zukunft ändern wird.
    Vielen Dank nochmal für deine Offenheit und dass du dieses Thema nicht außen vor lässt.
    Liebe Grüße! 🙂

  • Reply Hännah 24. Oktober 2017 at 0:20

    Das ist so ein spannendes und riesiges Thema und ich finds jedes Mal klasse wenn andere Frauen auch etwas aus ihrem Leben erzählen und Wie Sie mit Verhütung usw umgehen . Ich selbst habe die hormonspirale ausprobiert und davon die schlimmsten depressionen bekommen . Das war einfach nur noch der Horror . Nach dem ziehen dann wieder zurück auf die Pille , seitdem ist es viel viel besser . Aber klar das Ziel ist irgendwann mal hormonfrei wenn alles wieder etwas eingependelt ist .
    Mädels informiert euch vor der hormonspirale sehr sehr gut . Mir wurde nur vorgeschwärmt wie toll das Teil ist …. mhhja . Kommt halt immer auf den Körper drauf an .

  • Reply Maria 24. Oktober 2017 at 8:09

    Ach Julsi, danke für deine offenen Worte! Toller Blogpost, damit bringst du sicher ein paar Mädels zum Nachdenken 🙂

    Ich würde auch gerne die Pille absetzen… Aber das ist ein schwieriges Thema. Eine Spirale will ich mir nicht einsetzen lassen, da ich nicht mehr sooo lange mit dem Kinder bekommen warten will. Kondom und NFP ist meinem Freund zu unsicher im Moment. Es ist natürlich nicht seine alleinige Entscheidung, aber es sollte sich schon auch wohlfühlen damit und sich entspannen könnnen. Da die Votreile der Pille im Moment überwiegen (mein Freund fühlt sich sicher, mir geht es soweit gut damit (auch wenn ich nicht wirklich weiß, wie es ohne wäre), viel besseres Hautbild, erträgliche Periode – vorher hatte ich meine Tage so stark, dass ich starke Schmerzen hatte & ein großer Tampon in den 45 Minuten einer Schulstunde ausgelaufen ist, was als 13/14-Jährige ziemlich belastend war), werde ich wohl noch die 1 bis 2 oder 3 Jahre mit den Hormonen in meinem Körper leben… Es ist leider nicht immer einfach, aber sich Gedanken darüber machen und informieren sollte jeder 🙂

    Viel Liebe für dich!
    xxx

    • Reply Anna 24. Oktober 2017 at 18:04

      Hmmm interessant, wie viel Gewicht die Meinung deines Freundes zählt und wie viel deine … viel Glück!

      • Reply Maria 24. Oktober 2017 at 18:31

        Wenn es mir mit der Pille schlecht ginge & es eine für mich im Moment passende hormonfreie Methode gäbe, hätte ein Wechsel natürlich Vorrang. Da es mir aber gut geht, ist es mir nicht wert, keinen Spaß beim Sex zu haben, da mein Freund sich nicht fallen lassen kann. Das ist einfach meine Entscheidung gewesen 🙂 Du kannst das natürlich anders handhaben 🙂 Danke, dir auch alles Gute!

  • Reply Vera H. 24. Oktober 2017 at 10:13

    Hallo Julia, meinen Respekt für deine ehrlichen Worte! Ich mag so persönliche Blogposts am allermeisten, weil sie einfach meistens so authentisch und sympathisch geschrieben sind, dass sie einem selbst oft wirklich sehr weiterhelfen. DANKE für deine Offenheit! 🙂
    Ganz liebe Grüße! Vera

  • Reply Desi 24. Oktober 2017 at 13:58

    Vielen Dank Julia für diesen tollen Blogpost. Ich bin schon lange am überlegen, ob ich die Pille absetzen soll. Du gibst einem Mut, ich werde das beim nächsten Arztbesuch auf jeden Fall ansprechen. Viele Liebe Grüße xxx

  • Reply Beatrice 24. Oktober 2017 at 17:51

    Super geschrieben & ich kann mich bei allem nur anschließen! Habe mich auch nach einem absoluten HormonPillenChaos für die Kupferspirale entschieden und nehme meinen Körper seitdem ganz anders war – vielen Dank, dass du so offen über Dinge schreibst, die vielen im Kopf herumgehen aber nur wenige sich trauen auszusprechen ❤️

  • Reply Hugsy 24. Oktober 2017 at 18:20

    Es wurde zwar schon mehrfach gesagt, hier auch von meiner Seite – ein sehr gelungener persönlicher Blogbeitrag. Nur so viel sei hier hinzugefügt – ich bin hier ganz auf Deiner Seite, dass viele Themen enttabuisiert werden müssen. Sex und die damit verbundenen „Begleiterscheinungen“ gehören dazu. Offen, respektvoll und transparent – genau so darf das sein!

    Vielen Dank dafür, dass Du Dich dafür entschieden hast, so offen mit dem Thema umzugehen. Viel Respekt und Anerkennung dafür, wie Du es geschafft hast. Habe jede Zeile von diesem Beitrag verschlungen, dies obwohl es mich nicht hautnah betrifft, nur im Rahmen meiner partnerschaftlichen Beziehungen thematisiert wurde. Unterschiedlich, aber doch oft recht offen.

    Toll, wie Du das machst, weiter so … alles Gute!

  • Reply Sandra Slusna 24. Oktober 2017 at 21:12

    Sehr interessanter Beitrag liebe jules und suuuper ausführlich. Ich lerne auch gerade in der Schule über Verhütung und soll nächste Woche eine Präsentation über hormonfreie Verhütungen halten, deswegen auch super hilfreich für mich, danke dir!
    Ansonsten finde ich toll, dass du so offen bist und so ein persönliches Thema ansprichst.
    Liebe Grüße,
    Sandra

  • Reply Alina 26. Oktober 2017 at 14:58

    Sehr interessanter Beitrag! Ich habe nur ein Jahr lang die Pille genommen, aber warte nach dem Absetzen schon mehr als ein Jahr auf die Rückkehr meines Zyklus… ich kann dir aber empfehlen, dich genauer über die natürliche Methode (NFP) zu informieren. Der Pearl-Index ist bei richtiger Anwendung vergleichbar mit der Pille und die Methode ist extra so konzipiert, dass der Zyklus nicht wie ein Uhrwerk laufen muss. Die Kalendermethode ist völlig überholt, NFP hat nichts damit zu tun.

  • Reply Franziska 26. Oktober 2017 at 16:02

    Hey Jules 🙂
    Was für ein Zufall, dass ich gerade durch Instagram auf deinen Beitrag gestoßen bin, nachdem ich heute Nachmittag einen Artikel zu dem Thema Verhütung gelesen habe. Erst dadurch ist mir eigentlich bewusst geworden, was die Pille alles beeinflusst. Sie hat mir sehr bei meiner Akne geholfen und deswegen habe ich sehr Angst sie abzusetzen. Sber durch den Artikel und deinen Beitrag bin ich zum Nachdenken angeregt worden.

    – Franzi

  • Reply Doricicas_Blog 26. Oktober 2017 at 16:19

    Ich verfolge deinen Blog schon eine ganze Weile und dieser Blogpost finde ich absolut klasse!
    Ich selber nehme die Pille- seit ungefähr 10 Jahren und bin sooo zufrieden mit ihr. Kondom kam für mich nicht infrage. Ich mag die Dinger einfach mal überhaupt nicht. die 3 Monatsspritzen fand ich schrecklich da ich Spritzen so schon hasse, Spirale hat(te) meine Schwester und ist trotz dieser Verhütungsmethode 2 mal schwanger geworden (Muss nicht immer so sein) und daher für mich zu unsicher. Über die anderen Methoden habe ich mich auch informiert aber letzenendes blieb es bei der Pille. Und was soll ich sagen – Ich sooooo dermaßen zufrieden ihr. Keine negativen Auswirkungen, kein schlechtes Hautbild und das aller aller beste war meine Tage sein seitdem ich die Pille nehme nur noch 3-4 Tagen da und Schmerzen habe ich so gut wie keine – nur mal ab und zu ein kleines ziehen was eher so klingt wie ein ängstliches „Hallöchen? Ich will mich nur mal kurz melden wenn es okay ist!“ 😀 Früher konnte ich mich nicht mal aus dem Bett aufstehen vor schmerzen… Schreckliche zeit und ich hab meine Periode mit 9 Jahren zum ersten Mal bekommen… Soooo früh…. Aber dank der Pille hab ich ein schönes Leben und mich stört es nicht sie jeden Tag zu nehmen. 🙂 Und mein Partner unterstützt mich da wo er nur kann 🙂

  • Reply Maximilian Weber 27. Oktober 2017 at 7:16

    Echt ein toller Beitrag. Du bist super authentisch und das Design sowie die Inhalte sind mega hochwertig. Freue mich über deinen Erfolg!

  • Reply Susi 29. Oktober 2017 at 15:34

    Ganz schön zugenommen meine Liebe. Naja Beziehungen machen Fett, sieht man an dir! Frage mich echt wozu du Sport machst wenn das Resultat so ein dicker hintern ist

  • Kommentar verfassen