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10 Tipps, um nachhaltiger ins neue Jahr zu starten

29. Dezember 2018
nachhaltiger

*Ich bin ein großer Fan von sinnvollen Neujahrsvorsätzen und liebe den frischen Beginn, den ein neues Jahr mit sich bringt. Vielleicht habt ihr euch ja vorgenommen, ein wenig mehr auf die Umwelt zu achten und nachhaltiger zu leben, wisst aber noch nicht so recht, wie ihr anfangen sollt oder habt Angst, dass zu viel Lebensqualität dadurch verloren geht? Dann habe ich 10 Tipps für euch, die sich super in den Alltag integrieren lassen und die ich im letzten Jahr selbst verstärkt umgesetzt habe.

No Straw!

„…und bitte ohne Strohhalm!“ Diesen Satz hat man im letzten Jahr wohl oft von mir gehört! Es ist eine reine Gewohnheitssache, keine Strohhalme zu verwenden oder vielleicht eigene Strohhalme aus Alu/Glas/Bambus in der Tasche zu haben. Für die Kellner*Innen in Österreich ist es wohl noch ein wenig ungewohnt, bisher hatte ich aber keine Probleme damit.

To-Go-Becher, Trinkflasche und Jutebeutel

Meine Magic-3, die ich immer dabeihabe – ein Jutebeutel zum Einkaufen gehen, ein leichter (!) To-Go Becher und eine Trinkflasche. Dieser Punkt ist für mich nicht neu, aber grade auf Reisen habe ich ihn mir nochmal mehr zu Herzen genommen und war bei jedem der vielen Coffee-to-Go’s auf Städtetrips dankbar für meinen Becher.

Lebensmittel ohne Folie lagern

Früher habe ich, ohne drüber nachzudenken, immer Frischhaltefolie verwendet. Dieses Jahr habe ich mir bei IKEA Gemüse“kondome“, auch „Övermatt“ gekauft und lagere die meisten anderen Dinge in Gläsern oder Boxen im Kühlschrank. Eine gute Alternative sind auch noch Wachstücher, die es in einigen Biosupermärkten oder in Online-Nachhaltigkeitsshops gibt. Diese eignen sich besonders gut für Pausenbrote.

Weniger neue Mode in Umlauf bringen, mehr Second-Hand kaufen

Diesen Tipp habe ich mir dieses Jahr sehr zu Herzen genommen und generell viel weniger Kleidung gekauft. Wenn ich ein Kleidungsstück haben wollte, habe ich immer zuerst auf Kleiderkreisel, Mädchenflohmarkt oder in Vintage Läden gesucht und nur in einigen Fällen und nach langem Überlegen Fast Fashion Pieces gekauft. Für mich ist das ein sehr alltagstauglicher Ansatz und einer, mit dem ich ohne große Einschränkungen leben kann. Außerdem habe ich mehrmals im letzten Jahr radikal aussortiert, die Kleidung gespendet, oder auf meinem Mädchenflohmarkt Account online gestellt. So habe ich einen Überblick, trage die Kleidung, die ich habe auch wirklich und versuche eher, coole neue Kombis zu finden, statt immer Neues zu kaufen.

Ich und mein Cup

Im Sommer 2018 habe ich endlich begonnen, eine Menstruationstasse (HIER kaufen) zu verwenden. Seit Jahren habe ich schon mit dem Gedanken gespielt und mich nun endlich drübergetraut. Als ich es endlich probiert habe, habe ich es bereut, es erst so spät getan zu haben. Die Menstruationstasse ist super easy in der Handhabung, man spart Geld, erzeugt weniger Müll und kann nicht darauf vergessen, weil man sie immer mit sich trägt. Meine Mission für 2019: Alle Frauen in meiner Umgebung davon überzeugen.

Essen für Arbeit, Zug und Uni vorkochen

Bestimmt ist euch schon mal aufgefallen, wie unnötig Mahlzeiten aus dem Supermarkt häufig verpackt sind und wie viel Müll sich einsparen ließe, wenn man sein eigenes Essen mitbringt. Genau das war auch mein Gedanke in den letzten Monaten und ich, wenn ich es zeitlich nicht geschafft habe, diesen Tipp zu 100% umzusetzen, habe ich doch zu 90% der Zeit eigenes Essen in die Uni, auf Zugfahrten etc. mitgenommen. Wenn ich doch mal etwas kaufen musste, habe ich das gewählt, das kaum verpackt war, wie ein gefülltes Brötchen beim Bäcker oder Früchte und Nüsse. Ich habe auch deutlich seltener Essen bestellt und aus unserem Sonntags-Sushi-Bestellen wurde eher ein sonntags gemütlich zu Hause kochen oder mal mit Freunden essen gehen. Convenience Produkte bringen, wie der Name schon sagt, viel Comfort, aber die Umstellung fällt dann doch sehr leicht, wenn man bemerkt, wie viel leckerer und gesünder selbstgekochtes Essen ist.

Fleischkonsum einschränken

Jeder Österreicher ist in seinem Leben durchschnittlich 5,9 Tonnen Fleisch, was über 1200 Tieren entspricht. Ein einzelnes 200g Steak aus heimischem Rindfleisch verbraucht so viel CO2 wie 22km Autofahren, bei Fleisch aus Übersee sind es sogar 320km Autofahrt – das entspricht in etwa der Strecke von Wien nach Prag. Ich sage absolut nicht, dass jede*r ab sofort Vegetarier*in sein sollte und möchte auch niemandem auf die Füße treten. Ich glaube aber, dass jede*r seinen Fleischkonsum überdenken und einschränken kann. Erweitert 2019 mal euren Kochhorizont, probiert vegetarische Gerichte aus, lest euch ein bisschen in das Thema ein. Es ist nicht nötig und auch nicht gesund jeden Tag Fleisch zu essen und die Küchen der Welt haben so viel mehr zu bieten!

Nachhaltiger reisen

Ich bin nicht perfekt, ich werde immer wieder mal in ein Flugzeug steigen und behaupte auch nicht, gar keine Kurzstreckenflüge mehr anzutreten. Ich habe mein Reiseverhalten im letzten Jahr aber stark umgestellt und wann immer es möglich war den Zug oder Bus bevorzugt. München, Berlin, Prag oder Budapest sind von Wien aus so einfach öffentlich zu erreichen, genauso wie viele andere europäische Städte. Bestimmt schafft ihr es auch, im nächsten Jahr öfters Mal auf Zug oder Bus umzusteigen!

Recycling Papier und Klopapier

Ein sehr kleiner Schritt, der auch preislich oftmals kaum einen Unterschied macht. Seit 1-2 Jahren kaufe ich nur mehr Recycling Papier und auch Recycling-Klopapier und es wahrscheinlich der Punkt unter den 10, der am einfachsten umzusetzen ist.

Wiederverwendbare Wattepads

Diesen Schritt habe ich mir schon lange vorgenommen und nun endlich auch umgesetzt. Die Pads können in der Waschmaschine gewaschen werden und so spare ich zumindest beim Abschminken ein wenig Müll ein. Für Nagellack werde ich weiterhin „normale“ Wattepads verwenden, bis ich da eine bessere Lösung finde (HIER findet ihr die wiederverwendbaren Wattepads, die ich habe)

*dieser Beitrag enthält Affiliate Links. Für euch macht das keinen Unterschied und der Preis bleibt gleich. Ich bekomme lediglich eine kleine Provision

5 Comments

  • Reply Daniela 29. Dezember 2018 at 22:12

    Guten Abend,

    Also ich finde deinen Artikel richtig toll und ich habe einiges davon bereits umgesetzt und der Rest wird im Frühjahr in der neuen Wohnung in Anspruch genommen. Ich freue mich auf jeden Fall weitere tips von dir zu bekommen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

  • Reply Theresa 30. Dezember 2018 at 17:12

    Toller Beitrag. Vieles davon setze ich schon im Alltag um. Das mir den „Gemüse-Kondomen“ muss ich mir merken. Danach suche ich schon eine Weile. Ich versuche derzeit auch erstmal alle meine Vorräte zuverbrauchen, bevor ich neue kaufe. Es ist ein Wahnsinn, was man alles so Zuhause hortet

  • Reply Sport- und Fitnessblogs am Sonntag, 30.12.2018 – Eigenerweg 30. Dezember 2018 at 20:43

    […] In zahlreichen Artikeln wurde über die guten Vorsätze fürs neue Jahr geschrieben. Insbesondere das Thema Nachhaltigkeit war überall ein grosses Thema. So zum Beispiel bei Flowers & Candies zum Thema Konsumverzicht oder bei Jules Vogel mit 10 Tipps, um nachhaltiger ins neue Jahr zu starten.  […]

  • Reply Vivi 31. Dezember 2018 at 9:27

    Ach Jules..
    Mit dem Cup hast du jetzt voll in’s Schwarze bei mi getroffen..
    Ich überlege schon so lange, aber irgendwie fühlt es isch noch nicht ganz rund an mit dieser Tasse..

    2019 wag ich es einfach mal, und wahrscheinlich, bereue ich es dann auch, so wie du, es nicht früher probiert zu haben !

    Guten Rutsch, wünsche ich Dir,
    Und alles Liebe,

    Vivi
    http://www.vanillaholica.com

  • Reply Sandra Slusna 2. Januar 2019 at 18:37

    Toller Beitrag! Ich bin zwar gegen Neujahresvorsätze, aber etwas mehr auf Plastik zu verzichten wäre nicht schlecht. 🙂

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