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Einfach wieder schreiben, einfach wieder machen

13. August 2018
schreiben

Ich möchte endlich wieder schreiben – einfach nur schreiben! Nicht drüber nachdenken, ob es einen Blogpost wert ist, ob es denn „üblich“ ist, einen Beitrag so zu gestalten und ob das Thema gut genug ankommen wird. Ich will wieder ein bisschen „back to the roots“.

Vor 4 Jahren, als ich begonnen habe zu bloggen, da wusste ich im Prinzip wenig bis gar nichts über das Bloggen – ich habe einfach mal drauf losgeschrieben. In vielerlei Hinsicht war das natürlich nicht immer förderlich, aber es hat mir so viel Freiheit gegeben. Wenn ich eine Idee für einen Post hatte, habe ich sie umgesetzt. Auf Instagram sah es ähnlich aus – auch mal Schnappschüsse teilen, hauptsächlich mit dem Handy Fotos machen und den perfekten Feed nicht über alles andere stellen. Durch die wachsende Professionalität, den Druck und den Wunsch, immer besser und besser zu werden in dem, was ich mache, fing ich allerdings immer öfters an, Blogpost Ideen 100 Mal zu überdenken, nach cooleren, interessanteren und lesenswerteren Themen zu suchen. Ich war gehemmt durch den Gedanken, ob ich meine Texte und Bilder wohl auch in einigen Monaten noch gut finden würde und habe unterbewusst extrem hohe Anforderungen an mich selbst gestellt.

„Andere in der Branche haben einen Contentplan, fixe Zeiten, zu denen sie Beiträge planen,  To-Do Listen für jeden Bereich ihres Lebens. Wieso kann ich nicht auch so sein?“ Ich habe begonnen mich zu fragen, wie ich denn überhaupt erfolgreich sein könnte, wenn ich nichts als meine Kreativität, mein Schreiben und ein bisschen natürliches Organisationstalent habe. Plötzlich habe ich wie eine verrückte nach Ideen gesucht, habe mich unter Druck gesetzt, wenn ich einfach mal keine hatte und dadurch wohl sehr viel Muse zum Schreiben eingebüßt. Aber wer war ich schon, wenn ich nicht jeden Sonntag, pünktlich um 19 Uhr, einen Beitrag raushauen würde?

Das Schöne am Bloggen ist eigentlich, dass es kein richtig oder falsch gibt. Blogs sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst und dasselbe gilt für die Leserschaft. Ein Blog kann wie ein Magazin, aber auch wie ein Tagebuch sein – oder auch beides! Ganz unbewusst habe ich lange mit dem Gedanken gekämpft, nach dem richtigen Weg gesucht und dabei ganz vergessen, warum ich eigentlich mit dem Bloggen begonnen habe. Ich habe aufgehört viele Texte zu schreiben, weil ich von mir erwartete, dass alles immer super professionell ablauft. Das bin aber vielleicht einfach nicht ich. Ich möchte wieder die Julia sein, die sich nachmittags mit ihrem Laptop hinsetzt und drauf losschreibt – nicht, weil sie muss, sondern weil sie will und weil ihr über den Tag verteilt hunderte Gedanken durch den Kopf schwirren. Ich will wieder die Julia sein, die sich über 100 Leser genauso freut wie über 3000. Einfach wieder ein bisschen zurück zum Ursprung, zurück zur Freude am Schreiben.

5 Comments

  • Reply Lena 13. August 2018 at 19:51

    Ui ich freu mich jetzt schon auf die kommenden Blogposts! Ich folg dir schon immer gefühlt, als du noch am Anfang warst und liebe seit Jahren jeden deiner Posts, vor allem (!) die „einfach so“ entstandenen, „unperfekten“, spontanen Artikel. Du machst das so so gut! <3

    • Reply Julia Vogel 15. August 2018 at 18:19

      Awww danke dir, das freut mich wahninnig! xx

  • Reply Stefanie 23. August 2018 at 8:31

    Jaaa dafür feiere ich dich.

  • Reply Annika 12. September 2018 at 15:54

    ich lese deinen Blog auch wenn es nicht pünktlich jeden Sonntag einen neuen Beitrag gibt. Das zwingt mich selbst eh nur dazu genau dann am PC/Handy zu sitzen. Und so schaue ich einfach ab und zu rein und lese deine tollen, intuitiven Beiträge wann es mir passt 🙂 Mach weiter so!

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