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6 Tage auf Mallorca

3. September 2017

Vor einigen Tagen bin ich von einer wunderschönen, 6-tägigen Mallorca Reise mit meiner lieben Stephi zurückgekommen und obwohl nicht alles so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt hatten, war es eine großartige Reise, die viel zu schnell vergangen ist.

Aufgrund einiger Zwischenfälle, auf die ich ein bisschen später genauer eingehen werde, konnten wir leider nicht alles machen, was auf unserer Mallorca Bucket List stand. Aber hey, so spielt das Leben! Nun haben wir eben einen Grund mehr, sehr bald wieder auf diese wunderschöne Insel zu fliegen und noch mehr Abenteuer zu erleben. Die Bucket List möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und hoffe, dass wir euch damit einige Tipps für eure nächste Mallorca Reise geben können oder euch zeigen, wie aufregend und vielseitig die Insel tatsächlich ist.

Reiseplanung

Obwohl uns schon lange klar war, dass wir im Sommer gemeinsam nach Mallorca reisen möchten und wir sogar schon ein Datum fixiert hatten, haben wir das Buchen bis Anfang Juli und bis nach der Prüfungsphase hinausgeschoben. Schlussendlich haben wir dann auf vielen Reiseportalen nach guten Angeboten gesucht und unsere Reise über Urlaubspiraten gebucht. Pro Person haben wir etwa 550€ für die Flüge, das Shuttle und 5 Nächte im 4* Hotel bezahlt.

Wir hatten uns bei der Buchung bewusst für Cala Ratjada, eine doch sehr touristische Stadt entschieden, um auch etwas Action und Nachtleben miterleben zu können. Zwar sind kleine Dörfer immer angenehmer, aber dafür müsste man abends mit dem Mietwagen in eine andere Stadt fahren. Die beste Lösung war für uns, eine größere Stadt als Homebase zu wählen und dafür dann tageweise für Ausflüge zu kleinen Städtchen und Buchten ein Auto auszuborgen.

Hotel

Bei der Buchung hat uns das Hotel COOEE aufgrund des cleanen, modernen Stils sehr angesprochen und wir waren auch wirklich zufrieden mit unserer Wahl. Das Hotel liegt mitten in der Stadt, die Zimmer waren groß und sauber, wir hatten ein leckeres à la carte Frühstück (sogar mit veganer Option), einen Pool am Dach und das Personal war sehr freundlich.

Das Rooftop mit Bar und Pool ist übrigens ab 17 Jahren zugänglich, sprich es richtet sich mehr an junge Leute und weniger an Familien. Zirka 2 Mal pro Woche legt am Dach auch ein DJ auf und es ist wirklich immer etwas los – egal ob nachmittags beim Schwimmen, beim Sundowner Cocktail oder bei der Rooftop Party.

Cala Ratjada

Wir schon erwähnt ist Cala Ratjada natürlich eine der Touristenhochburgen, bietet aber trotzdem viele schöne Plätzchen. Das Wasser ist unfassbar blau, es gibt tolle Lokale und Clubs und das Flair mit dem Hafen, den Palmen und dem Meer ist wirklich schön. Neben den größeren Ständen gibt es auch viele kleine Badeplätze, wie den Cala Gat, an dem wir zwei Nachmittage verbracht haben. Vor allem, wenn ihr ein Auto oder Rad zur Verfügung habt, könnt ihr tolle kleine Buchten in der Region ansteuern und so dem Touristenstrom ausweichen.

Food Highlights

Direkt am ersten Abend waren wir in einem Lokal, in dem ich vor vielen Jahren schon mit meinen Eltern war, nämlich im O’ Sole Mio. Stephi hatte eine richtig leckere Pizza mit Shrimps und Ziegenkäse, ich hatte eine Familienportion Pimientos und einen gemischten Salat. Außerdem haben wir uns Pizzabrot und Oliven als Vorspeise bestellt.

Am zweiten Abend haben wir das wohl einzige vegetarische Lokal der Stadt, Green Box, ausprobiert und waren beide so zufrieden, dass wir am letzten Abend nochmal dort waren.  Wir haben uns beide Male Süßkartoffelpommes mit veganer Trüffelmajo geteilt und ich hatte beim ersten Mal Tumpet, beim zweiten Mal vegane Quiche.

Direkt neben unserem Hotel befand sich auch das asiatische Lokal „Udon“, in dem wir gebratene Nudeln, Gemüse-Gyozas und Wakame-Salat gegessen haben.

Mietwagen

Unseren Mietwagen haben wir bei Protours ausgeborgt und hatten die Wahl zwischen vielen Autokategorien. Wir haben uns für die günstigste Option entschieden und waren total zufrieden mit unserem kleinen Opel Adam. Für einen Tag haben wir 53€ bezahlt (+10€ Tanken), was meiner Meinung nach total in Ordnung ist.

Roadtrip an der Ostküste

Am 3. Tag unserer Reise sind wir mit dem Auto an der Ostküste von Mallorca entlanggefahren. Unser erster Halt war Canyamel und der Cap Vermell. Wir haben unser Auto bei den Golf Apartments angestellt und sind dann ca. 30 Minuten lang hinauf zum Torre Nova des Cap Vermell gewandert. Die kleine Wanderung über Stock und Stein ist wirklich mehr als empfehlenswert, schon allein wegen des Ausblicks.

Danach ging es für uns weiter in Richtung Süden und zum Cala Llombards bzw. dem Cala s’Almunia. Ersterer war leider extrem überfüllt – deshalb fiel uns die Entscheidung, gleich weiterzufahren, nicht schwer. Mitten im Nirgendwo haben wir dann eine kleine Bucht am Cala s’Almunia gefunden und uns sofort in das kristallklare, blaue Wasser verliebt. Wir haben Melone gegessen, waren schwimmen, sind über Feldvorsprünge ins Wasser gesprungen, haben eiskaltes Cola getrunken, gelesen, Musik gehört und diesen magischen Ort genossen.

Am Rückweg sind wir über Manacor gefahren, weil wir (eher ich) uns eingebildet hatten, dass es hier einiges zu sehen gab. Wir haben dann aber recht schnell festgestellt, dass Manacor nur wenige Attraktionen zu bieten hat und sind nach einem kleinen Lunch-Snack gleich weitergefahren.

Mir hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht, endlich mal wieder mit dem Auto fahren zu können und mit dem kleinen Flitzer an der Küste entlangzudüsen – einfach nur mit einem meiner Lieblingsmenschen, guter Musik, Essen, Getränken und hunderten von Konversationen.

Laufen in Cala Ratjada

Stephi und ich hatten uns vorgenommen, auch im Urlaub sportlich zu bleiben und haben so fast täglich ein Workout, eine Wanderung oder eine Laufrunde eingelegt. Besonders schön ist die steinige Strecke hinauf zum Far de Capdepera, aber auch die andere Richtung hat vieles zu bieten. Zwei Mal bin ich vom Hafen nach rechts gelaufen und habe einen wunderschönen Rad- und Gehpfad an der Küste gefunden, der sich perfekt zum Laufen eignet. Absolute Traumaussicht auf Cala Ratjada, einen leichten Wind in den Haaren und einfach eine einzigartige Landschaft.

Nachtleben in Cala Ratjada

Wie schon erwähnt, hatten Stephi und ich uns bewusst für eine eher touristische Stadt entschieden, um auch abends ohne Auto zu Lokalen und Restaurants zu kommen. An einem Abend haben wir uns auch der Masse der jungen Menschen in der Stadt angeschlossen und sind in einen Club gegangen. Es war wirklich ein lustiger Abend mit guter Musik – bis etwas passiert ist, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Ich bin normalerweise sehr vorsichtig, behalte mein Getränk immer im Auge und nehme auch keine Getränke von Fremden an. Trotzdem ist es uns passiert, dass uns jemand KO Tropfen ins Getränk gemischt hat. Unser einziges Glück war, dass Stephi nur sehr wenig davon erwischt hat und somit irgendwie noch die Kontrolle über die Situation behalten konnte. Tatsache ist, dass es mir schlagartig von einer auf die andere Sekunde richtig schlecht ging und ich ab diesem Zeitpunkt absolut nichts mehr weiß. Stephi konnte mir nur am nächsten Tag erzählen, was passiert ist und dass wir im Krankenhaus waren. Ich konnte auch am folgenden Tag kaum aufstehen, konnte nichts trinken oder essen und habe mich so miserabel gefühlt wie noch nie in meinem Leben. Ich hatte großes Glück im Unglück und bin froh, dass Stephi bei mir war – wer weiß, was sonst passiert wäre! Für die Zukunft wird mir das bestimmt eine Lehre sein und ich werde noch besser aufpassen. Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt jemandem von dem Vorfall erzähle, oder ob ich nur meine engsten Freunde und Familie einweihe, aber im Endeffekt glaube ich, dass es gut ist, darüber zu sprechen. Solche Dinge sind leider keine Seltenheit und ich kann euch nur sagen: passt auf euch auf, bleibt beim Ausgehen immer bei eurer Gruppe und seid doppelt kritisch bei fremden Personen – egal wie nett sie vielleicht wirken.

Unser Urlaub war wunderschön, aber auch sehr turbulent. Zwischendurch habe ich mir wirklich gedacht, dass es das Schicksal grade nicht so gut mit mir meint – ich bin ziemlich erkältet, erschöpft und übermüdet in Mallorca angekommen, hatte dann Brandblasen auf den Fußsohlen vom Gehen am heißen Stein und dann ist auch noch die Sache mit den KO-Tropfen passiert. Aber, wie sagt man so schön: was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker. Auf jeden Fall hatte ich eine großartige Zeit mit meiner lieben Stephi, wir haben so viel geredet, gelacht, gemeinsam entspannt, gesportelt, gut gegessen und ich konnte ein tolles Buch lesen – was will man mehr von einem Urlaub?

Zum Schluss möchte ich noch meine Bucket List für Mallorca mit euch teilen. Unser ursprünglicher Plan war, am Montag nochmal ein Auto auszuborgen und den Norden der Insel bis Valdemossa abzufahren. Leider kam dann der Krankenhausaufenthalt dazwischen und am Montag habe ich mich einfach noch zu schwach gefühlt, um den ganzen Tag Auto zu fahren.

Bucketlist Mallorca:

  • Cap Formentor
  • Alcúdia
  • Valdemossa
  • Port de Soller
  • Can Picafort
  • Port de Polença

Mallorca ist mit Sicherheit an vielen Stellen ein sehr touristischer Ort, meiner Meinung nach wird die Insel aber viel zu sehr auf den typischen Party-Tourismus reduziert. Gerade, wenn man ein Auto mietet und die kleinen Buchten und Städte erkundet, kann man die schönsten Orte entdecken. Das Wasser ist unfassbar blau und klar und die Landschaft ist atemberaubend schön. Genau das war auch mein Eindruck – schon früher bei den Mallorca-Reisen mit meinem Papa und auch dieses Mal wieder.

3 Comments

  • Reply Sandra Slusna 3. September 2017 at 20:50

    Suuuuper schöner Post liebe Jules! Die Photos sind echt der Hammer und danke für alle Tipps, wir wollen sicher auch Mal auf Mallorca, ein Mietwagen ist definitiv ein Muss!!! Laufen auf Mallorca musste sicher suuuperschön sein, in der Natur und entlang der Küste, woooow! Und das Essen sieht auch sehr lecker, ich hoffe, dass ihr es genossen habt!
    Liebe Grüße,
    Sandra

  • Reply Claudia 4. September 2017 at 9:14

    Hallo, danke für deine Offenheit mit deiner Erfahrung zu K.O Tropfen. Denn, wie du schreibst, ist das sicher keine Seltenheit mehr und nicht auszudenken, was da alles passieren kann. Gut, dass eine von Euch da die Situation noch handlen konnte..
    Das geht oft auch anders aus.. man kommt vielleicht nicht gleich mal auf K.O. Tropfen und schämt sich dann. Danke daher!
    LG
    Claudia

  • Reply Laura 4. September 2017 at 12:07

    Die Bilder sind wirklich soo toll geworden! Da kriegt man direkt fernweh:D Ich war auch vor zwei Jahren in Cala Ratjada und fand die kleinen Buchten super schön:) Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert mit den KO Tropfen..

    Liebe Grüße
    Laura♥
    sparklingpassions.de

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